Homo:Foul in Zürich

Seit gestern sind die besten Plakate des internationalen Plakatwettbewerbs Homo:Foul auch auf der Zürcher Fanmeile zu sehen. Die Schweizer Lesben- und Schwulenorganisation „Pink Cross“ stellt die besten Plakate im „Locker Room“ aus, dem lesbischwulen Zelt der Fanmeile. Organisiert wurde Homo:Foul von Qwien Kultur, dem Zentrum für schwule und lesbische Geschichte.

Qwien Kultur hat im Vorfeld der Euro 08 in einem europaweit ausgeschriebenen Plakatwettbewerb dazu aufgerufen, das Thema Homophobie im Fussball zu illustrieren. Eine Jury, in der unter anderem auch Sänger Jimmy Somerville Einsitz hatte, bewerteten die engagierten Projekte.

Äußerungen wie die von Paul Steiner, ehemaliger Verteidiger des 1. FC Köln („Ich kann mir nicht vorstellen, dass Schwule Fussball spielen können“) oder die des ehemaligen österreichischen Nationaltrainers Otto Baric („Meine Spieler müssen echte Kerle sein. Also können Homosexuelle bei mir nicht spielen, höchstens gegen mich!“) machten es einem Fußball-Profi nach wie vor schwer, zu seiner sexuellen Neigung zu stehen, sagt Adrian Mani, Vorstandsmitglied von Pink Cross. „Es braucht Arbeit und Sensibilisierung, um ein Umfeld zu schaffen, in dem der Sport und nicht die Vorlieben eines Einzelnen im Mittelpunkt stehen.“

Links zum Thema

  • Die besten Homo:Foul-Plakate im GGG.at Schwerpunkt zur Euro 2008