Saudi Arabien: Verhaftungen bei Schwulenparty

Der saudischen Zeitung „Al-Medina“ zufolge hat die Religionspolizei im Osten Saudi-Arabiens viele Männer wegen Homosexualität bei einer Party verhaftet. 21 befinden sich noch in Gewahrsam der Behörden.
Nach Berichten der Zeitung ereignete sich der Vorfall in der Hafenstadt Katif. Die „Behörde für die Förderung der Tugend und der Verhinderung des Lasters“ solleinen Tipp bekommen haben, dass eine Schwulenparty stattfinden würde. Sie verhaftete daraufhin alle Anwesenden und stellten dem Bericht zufolge große Mengen an alkoholischen Getränken sicher. 
In Saudi-Arabien gilt eine strenge Auslegung des islamischen Rechts. Alkohol ist verboten, Konsum kann mit öffentlichem Auspeitschen bestraft werden. Auf Homosexualität steht im Höchstfall die Todesstrafe. Die saudische Regierung erklärt, dass gewöhnlich nur Kinderschänder hingerichtet werden würden. Diese Angaben können allerdings nicht von unabhängigen Quellen bestätigt werden. Berichten zufolge soll im letzten Jahr zwei schwule Männer mit je 7.000 Peitschenhieben bestraft worden sein.