Brandanschlag auf Budapester Schwulenbar

In Budapest setzte am Wochenende eine Benzinbombe ein beliebtes Szenelokal in Brand. Vor dem Anschlag, hinter dem rechtsextreme Gruppen stecken dürften, gab es eine telefonische Warnung, die Action-Bar konnte rechtzeitig evakuiert werden.

Kurz danach explodierte die Bombe. Ob sie in das Lokal geworfen wurde oder dort versteckt war, ist noch nicht geklärt. Als Urheber des Anschlags wird eine rechtsextreme Gruppe vermutet, die auch die Internetseite kuruc.info betreibt. Die Seite hetzt gegen Lesben, Schwule, Juden und Liberale, auch Telefonnummern und andere persönliche Details lesbischwuler Aktivisten sind auf dieser ungarischen Seite, die auf einem amerikanischen Server gehostet wird, zu finden.

„Gestern hat die seite alle Budapester Schwulenbars aufgelistet, als erste auf der Liste war die Action-Bar. Später hat die Bar gebrannt“, sagt ein lesbischwuler Aktivist.

Rechtsextremisten haben gedroht, die Parade in Budapest, die am Samstag stattgefunden hat, zu stören. Nach dem Anschlag befürchtet die Community weitere Gewalttaten von faschistischen und nationalistischen Extremisten.