Schweden gewährt homosexuellen Iranern Asyl

In einer einmaligen Entscheidung hat die schwedische Einwanderungsbehörde entschieden, offen schwul oder lesbisch lebenden Menschen aus dem Iran Asyl zu gewähren.

Zuvor mussten die Asylwerber einen konkreten Beweis ihrer Verfolgung erbringen. Auch, wenn jeder Fall nach wie vor einzeln geprüft wird, berücksichtigen die neuen schwedischen Richtlinien die Tatsache, dass im Iran Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung hingerichtet werden. Damit setzen sich die Richtlinien auch den Informationen der schwedischen Botschaft in Teheran entgegen, die vor drei Wochen nach Stockholm gemeldet hat, dass im Iran keine Exekutionen aufgrund der sexuellen Orientierung stattfinden. Offiziell werden Hinrichtungen von Lesben und Schwulen im Iran aber meistens damit begründet, dass die Betroffenen „Kinderschänder“ seien. Dafür gibt es aber oft keine Beweise.

Die Diskussion über Asyl für schwule und lesbische Iraner kam auf, nachdem ein 25-jähriger Bursche nach Schweden geflüchtet war. Er lebte mit seinem Freund offen schwul im Iran und wurde deshalb mehrere Male verhaftet.