Irland: Premierminister will Homo-Partnerschaften

Der irische Premierminister Brian Cowen will Eingetragene Partnerschaften auch gegen den Widerstand in seiner eigenen Partei Fianna Fail einführen.

Eine Gruppe rund um den Abgeordneten Jim Walsh wollte Cohen unter Druck setzen, ein geplantes Gesetz für Eingetragene Partnerschaften für gleichgeschlechtliche Paare nicht zu beschließen. Sie streben einen Parteibeschluss an, der den Premierminister verpflichten soll, die traditionelle Ehe zu schützen und viele Vorteile aufzugeben, die Lesben und Schwule mit einer Eingetragenen Partnerschaft bekommen würden.

Cohen muss dabei seine Führungsqualitäten als Parteichef unter Beweis stellen. Er selbst sagte: „Wir müssen die Versprechen einhalten, die wir gemacht haben“.

Details des neuen irischen Partnerschaftsgesetzes wurden letzte Woche veröffentlicht: So können alle Lesben und Schwule, die älter als 18 Jahre sind, eine Eingetragene Partnerschaft eingehen. Dazu müssen sie sich auf dem entsprechenden Amt 90 Tage vor der Eintragung anmelden. Damit haben sie gegenseitige Pensions- und Eigentumsansprüche.

Letzten Umfragen zufolge sind 84 Prozent der Iren für die Einführung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, 53 Prozent könnten sich auch vorstellen, dass Lesben und Schwule heiraten könnten.