USA: Homo-Hasser mit Mann im Ehebett

Und wieder dürfte in Amerika ein konservativer Politiker seine negative Haltung zur Homosexualität selbst nicht so ernst genommen haben: Gerüchten zufolge soll Troy King, Generalstaatsanwalt von Alabama und dortiger Vorsitzender der Präsidentschafsts-Wahlkampagne, von seiner Frau aus dem Haus geschmissen worden sein, nachdem sie ihm mit einem anderen Mann im Ehebett erwischt hat.

Offiziell war King bis jetzt kein Freund gleichgeschlechtlicher Liebe. So sagte er, Homosexualität sei „der Untergang der Gesellschaft“. Aids sei laut King „die größte durch besonderes Verhalten ausgelöste Krankheit der Menschheit“. Außerdem forderte der Hardliner, dass gegen „Perversionen und außerehelichen Sex“ mehr unternommen werden müsse.

Jetzt wackelt Kings Karriere: Sämtliche Parteifreunde distanzieren sich bereits von dem 39-Jährigen. Auf der Homepage des republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain ist King bereits verschwunden, obwohl er die Kampagne in Alabama leitet. Jetzt soll er auch darüber nachdenken, seine Ämter aufzugeben. Eine offizielle Erklärung dazu gibt es aber noch nicht.

Nach dem unfreiwilligen Outing brodelt auch die Gerüchteküche: Es wird spekuliert, ob King der Geliebte von Ralph Gonzalez, seinem ehemaligen Anwalt, gewesen sein könnte. Gonzalez war ein ungeouteter Schwuler, der eine viel versprechende Laufbahn in der republikanischen Partei von Georgia begonnen hatte. Allerdings wurde er im August 2007 in seinem Haus in Orlando (Florida) erschossen. Der Täter brachte noch einen anderen jungen Mann um, bevor er Selbstmord beging. Noch immer sind die Umstände unklar, die Polizei hält ein Eifersuchts-Verbrechen für möglich.