Dubai schmeisst bis zu 40 Transvestiten aus dem Land

Polizeichef: "Widerspricht Traditionen"

Dubai: Burj Al-Arab
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In der beliebten Urlaubsmetropole Dubai nahm die Polizei mehrere ausländische Männer wegen des öffentlichen Tragens von Frauenkleidern und dem Vorwurf der Homosexualität fest, ein Richter ließ die „Täter“ anderen Medienberichten zufolge sofort deportieren.

Noch ist unklar, aus welchen Ländern die Ausgewiesenen stammen. Die Männer waren teils Urlauber und teils Gastarbeiter, wie ein Polizeisprecher erklärte. Über die genaue Zahl herrscht Unklarheit: Agenturen sprechen von 17 Verhafteten, andere Quellen von bis zu 40 Betroffenen.

Polizeichef drohte schon zuvor mit hartem Vorgehen gegen Transvestiten

„Ein solches Verhalten widerspricht den Traditionen und Werten der Vereinigten Arabischen Emirate“, erklärte Polizeichef von Dubai, Dahi Khalfan Tamim. Dahi hat bereits seit einigen Monaten mit Festnahmen gedroht, weil „Transvestiten öfter in öffentlichen Plätzen anzutreffen sind, inklusive Einkaufszentren“. Seine Kampagne gegen die Bekleidungsfreiheit steht unter dem Motto „Unsere Werte sind wertvoll – lass sie uns beschützen“.

Dubai ist ein Emirat der Vereinigten Arabischen Emirate. Homosexualität ist dort illegal. Dem Gesetz zufolge könnte nach gleichgeschlechtlichem Sex die Todesstrafe verhängt werden. In der Regel müssen Verurteilte aber „nur“ fünf bis sechs Jahre ins Gefängnis.