Homo-Ehe in Kalifornien wackelt wieder

Die Homo-Ehe in Kalifornien wackelt wieder: Das kalifornische Höchstgericht hat eine Volksabstimmung gegen die Homo-Ehe, die zeitgleich mit der Präsidentenwahl stattfinden wird, für zulässig erklärt. Umfragen deuten auf einen knappen Ausgang hin, 51 Prozent der Wähler sind für eine Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen.

Erst am 15. Mai hatte das Gericht das Verbot von Homosexuellen-Ehen in dem US-Westküstenstaat für verfassungswidrig erklärt. Daraufhin ließen sich zahlreiche homosexuelle und lesbische Paare trauen. Gegner sammelten aber genügend Unterschriften, um eine neue Volksabstimmung durchzusetzen, die Homo-Ehen in der kalifornischen Verfassung verbieten soll. Bei einem ersten Referendum im Jahr 2000 hatten 61 Prozent der Wähler für ein Verbot gestimmt.

Schwulen- und Lesbenorganisationen äußeren sich zuversichtlich: „Kalifornier wollen nicht, dass ihre Verfassung Menschen ausgrenzt und unterschiedlich behandelt“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung mehrerer Organisationen.

Konservative Gruppen bekämpfen gleichgeschlechtliche Ehen hingegen: „Wer die Homo-Ehe fordert, will sowohl die Ehe als auch die Demokratie aus egoistischen Motiven zerstören“, meinte einer der Befürworter des Verbots.