Wowereit trifft Schwulen-Hasser

Ein besonderes Treffen zweier Bürgermeister gab es in Berlin: Der offen schwule Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit trifft seinen Moskauer Amtskollegen Juri Luschkow, einen bekennenden Schwulenhasser.

Luschkow bezeichnet Schwulenparaden als „satanischen Akt“ und lässt sie jedes Jahr verbieten. Einen massiven Polizeieinsatz gegen Teilnehmer einer Demo für Homosexuellen-Rechte im Jahr 2006 verteidigte Luschkow mit den Worten: „Unser Leben, unsere Werte und unsere Traditionen – unsere Moral ist auf jede Art und Weise sauberer. Der Westen kann etwas von uns lernen und sollte nicht dieser verrückten Zügellosigkeit Vorschub leisten!“

Und auch, wenn das Verhältnis zwischen Wowereit und Luschkow professionell-freundschaftlich ist, beim Thema Homosexualität redet der Regierende Bürgermeister Berlins Klartext. Vize-Senatssprecher Günter Kolodziej: „Da gibt es in der Sache eine klare Differenz. Und die ist auch schon offen angesprochen worden.“ Ob der Moskauer Bürgermeister lernfähig ist, werden seine zukünftigen Aussagen zeigen.