Saudi-Arabien: Polizei stürmt Schwulenparty

Die saudi-arabische Religionspolizei ist wieder mit aller Härte gegen Schwule vorgegangen: Bei einem „Schwulenfest“ in einer Privatwohnung in der Hafenregion Katif hat Behörde 55 Männer verhaftet.
Nach Informationen des Nachrichtensenders „al-Arabija“ sollen zwei Männer beim Eintreffen der Polizei miteinander getanzt haben. Viele sollen außerdem Make-Up getragen haben. Alle anwesenden Männer wurden mit Handschellen abgeführt. Bei einer Hausdurchsuchung wurden Alkohol und andere Substanzen gefunden, die nach dem strengen Scharia-Gesetz als illegal gelten. 
Bereits im Juni gab es Berichte, dass 21 mutmaßliche Schwule in Katif festgenommen wurden. Über deren Schicksal ist derzeit nichts bekannt. 
Auf Homosexualität steht in Saudi-Arabien im Höchstfall die Todesstrafe. Die saudische Regierung erklärt, dass „gewöhnlich nur Kinderschänder“ hingerichtet werden würden. Diese Angaben können allerdings nicht von unabhängigen Quellen bestätigt werden. Im Iran werden Schwule unter dem Vorwand, sie hätten Kinder geschändet, gehängt.