Ex-Mr.-Gay verschwunden: Mutter klagt österreichische Polizei an

Vor fast einem Jahr, Ende Oktober 2007, ist der damals 34-Jährige verschwunden: Nur mit einem Saunahandtuch bekleidet ist er aus dem Kaiserbründl gelaufen und verschwunden.

Die Polizei hat den Fall nun zu den Akten gelegt. Unter Bedingungen, die für die Mutter von Aery G. skandalös sind. So war sie nach dem Verschwinden ihres Sohnes in Wien. „Obwohl ich vor Ort war und die Polizei angefleht habe, meinen Jungen zu suchen, wurde mir jede Hilfe verweigert“, sagt Cathy G. im amerikanischen Fernsehsender WTVH. Das berichtet die Tageszeitung „Heute“ in ihrer aktuellen Ausgabe.

Cathy G. zweifelt auch an der Motivation der österreichischen Behörden, den UNO-Mitarbeiter zu finden: „Sie hatten nie die Absicht, meine Aery ernsthaft zu suchen – das ist ein Skandal!“ Jetzt bemüht sich die verzweifelte Mutter um Hilfe von amerikanischen Behörden. Sie klären jetzt, ob eigene Ermittlungen möglich sind.

Nach dem Verschwinden schlossen österreichische Ermittler ein Gewaltverbrechen aus. Sie haben auch in Erfahrung gebracht, dass der Mann angeblich in ein Kloster gehen wollte. Beweise für diese Theorie fanden sich aber nicht.

Besonders tragisch war für die Mutter von Aery G. die letzte Nachricht aus Österreich: Vor kurzem bekam sie – ohne Vorwarnung – ein Päckchen mit den letzten Habseligkeiten ihres verschwundenen Sohnes. „Seinen Teddy und ein letztes Video, das ihn lachend vor dem Spiegel zeigt. Es hat mir das Herz gebrochen“, so seine Mutter.