FPÖ: Unmut gegen General nach Homo-Hetze

Die homofeindlichen Ausritte von FPÖ-General Vilimsky gegen seinen ehemaligen Parteichef Jörg Haider sorgen auch in der eigenen Partei für Unmut.

„Der schwer in die Jahre gekommene Jörg Haider vergnügt sich im Tollhaus nicht nur mit Knaben, sondern lässt wieder einmal seine Püppchen tanzen.“, schrieb Vilimsky in einer Presseaussendung. Dass er Haider damit Homosexualität vorgeworfen habe, weist der akademisch geprüfte PR-Berater aber im Nachhinein zurück.

Die Vorarlberger Freiheitlichen lehnen diesen Wahlkampfstil strikt ab, berichtet der ORF. Der oberösterreichische Parteichef Lutz Weinzinger spricht gegenüber der APA von einem „Ausreißer“, der nicht zum allgemeinen Wahlkampfstil der FPÖ werde. Vilimsky habe sich in der Wortwahl „vergriffen“, so Weinzinger.

FPÖ-Chef Heinz Christian Strache rudert unterdessen zurück und versucht, das Schiff wieder in eine für ihn unverfänglichere Richtung zu steuern: In der ZIB 2 am Montag bekräftigte er die Ablehnung der FPÖ zur Homo-Ehe.

Einige Länderchefs nehmen dieses Thema dankbar auf: So meinte der steirische Landesparteiobmann Gerhard Kurzmann, die FPÖ sei gegen eine Gleichstellung von Homo-Paaren. Er halte es aber für zulässig, wenn über Fragen von „Randgesellschaften“ diskutiert werde. Alles, was nicht gegen Gesetze verstoße, sei „zulässig“. Und auch der neugewählte Kärntner Landesparteiobmann Franz Schwager bekräftigte, dass man gegen die Homo-Ehe sei.

Die rauhen Töne aus der Parteizentrale gefallen aber auch den Parteivorsitzenden im Süden nicht. Ob Privates in den Wahlkampf getragen wird, ist für den Steirer Kurzmann eine „Stil- und Geschmacksfrage“, der Kärntner Schwager kommentierte die Vilimsky-Aussendung mit einen knappen „ich mach das nicht“.