Kalifornien: Katholiken rüsten gegen Homo-Ehe auf

Die römisch-katholische Kirche in Kalifornien macht gegen die Homo-Ehe mobil: Die Bischofskonferenz des amerikanischen Bundesstaates hat Gläubige aufgefordert, bei der Abstimmung im November für die Abschaffung der Homo-Ehe zu stimmen.

Erst im Mai hatte das oberste Verfassungsgericht Kaliforniens entschieden, dass die Ehe für Lesben und Schwule geöffnet werden muss. Daraufhin sammelten Gegner der gleichgeschlechtlichen Ehe genug Unterschriften, um einen Antrag auf Verfassungsänderung auf den Stimmzettel für die Präsidentenwahl zu platzieren.
Die Bischofskonferenz geht jetzt noch einen Schritt weiter. Sie erinnert gläubige Katholiken daran, „dass die finanzielle und ehrenamtliche Unterstützung entscheidend sind, damit ‚Proposition 8‘ (Abstimmungsfrage 8) verabschiedet wird“. Zwar würden es alle Menschen verdienen, mit Würde behandelt zu werden, allerdings sei die Verbindung von Vater und Mutter „das Ideal für das Wohlergehen der Kinder“. Die Bischöfe stellen den Pfarrern zu diesem Thema außerdem Flugblätter und andere Materialien zur Verfügung, die sie an die Gläubigen weitergeben sollen. 
Ersten Umfragen zufolge würde eine knappe Mehrheit der Kalifornier den Antrag auf das Ehe-Verbot ablehnen. Auch der republikanische Gouverneur Arnold Schwarzenegger ist ein Gegner der Verfassungsänderung.