Will John McCain keine schwulen Spenden?

John McCain, US-Präsidentschaftskandidat für die republikanische Partei, hat die Spende des Mitbegründers eines schwulen Datingportals zurückgegeben.

Johnatan Crutchley, der im Jahr 2002 gemeinsam mit Larry Basile das amerikanische Datingportal „manhunt.net“ gegründet hat, spendete vor einigen Monaten 2.300 US-Dollar (1.550 Euro) an die Kampagne von McCain – der gesetzlich festgelegte Höchstbetrag für eine Spende an einen Präsidentschaftsbewerber. Jetzt hat McCains Team offiziell verkündet, dass sie dieses Geld nicht annehmen werden.

Die Spende hatte auf manhunt.net für Aufregung gesorgt: Viele Mitglieder hatten ihr kostenpflichtiges Profil gekündigt. Letzte Woche musste Crutchley dann seinen Hut als Vorstandsmitglied nehmen. „Das war mir peinlich, als ich von der Geschichte gehört habe“, erklärte Larry Basile, der auch ein enger Freund von Crutchley ist.

Crutchley sieht sich als „liberalen Republikaner“. „Ich glaube, dass McCain ein besserer Oberbefehlshaber der Streitkräfte sein wird als Obama, der ja auch gegen die Homo-Ehe ist“, so der verhinderte Spender. „Jetzt ist es wichtig, einen erfahrenen, älteren Mann zu haben, der unser Land in dieser gefährlichen Zeit verteidigt. Später können wir über Homo-Themen reden.“

Dass McCain seine Spende nicht angenommen hat, macht ihn wütend: „Er sagte mir, dass er das Geld dann eben doch Barack spenden würde, wenn John sich zu fein ist, seine Kohle anzunehmen.“, so Basile über die Reaktion seines Freundes. Bleibt die Frage, ob Obama die 2.300 Dollar für seinen Wahlkampf einsetzen wird: „Barack kann natürlich auch nicht diese Art von Erwachsenenunterhaltung unterstützen. Ich denke, er könnte das Geld ebenfalls ablehnen“, so Basile.