„Die Christen“ gegen Homo-Partnerschaft und Sexualunterricht

Für Kopfschütteln sorgt ein Interview der Kleinstpartei „Die Christen“ (DCP) mit der Austria Presse Agentur (APA). Spitzenkandidat Alfons Adam möchte unter anderem das Frauenministerium abschaffen und durch ein „echtes Familienministerium“ ersetzen. Seine Einstellung zu Homosexualität ist extrem konservativ.

So betont Adam, dass Homosexualität als Krankheit zu sehen sei. Er bringt auch wieder die ominöse „Homo-Lobby“ ins Spiel und spricht von „geheilten Homosexuellen“. Erwartungsgemäß ist er gegen die Eingetragene Partnerschaft für Lesben und Schwule. „Wir müssen alles tun, um zu verhindern, dass die Homo-Partnerschaft kommt“, so Adam. Und das will er – trotz massiver Kritik – auch weiter öffentlich tun: „Wenn man uns Katholiken oder Christen verbieten will, unseren Standpunkt zu äußern, dann ist das wie Christenverfolgung“, sieht sich der Christen-Spitzenkandidat schon als Märtyrer.

Toleranter ist Adam, wenn es darum geht, ihn zu unterstützen. Auch konfessionslose oder Moslems sind bei der christlichen Partei willkommen. „Ich rechne es Moslems hoch an, dass sie sich in unserer versauten Gesellschaft nicht integrieren wollen“, so Adam. Würde das Christentum geschlossener auftreten und außerdem mehr Kinder zeugen, wären auch Fremde „kein Problem“, meint der Spitzenkandidat.

Für Adam ist außerdem der Sexualunterricht in den Schulen „völlig verfehlt“. Durch die „Anleitung zur Unzucht und zu sexuellen Ausschweifungen“ entstehe als Folge Bindungsunfähigkeit, Drogenabhängigkeit und ausschweifende Kriminalität.