LIF erkennt „Grünen Etikettenschwindel“

Es kommt Bewegung in den lesbischwulen Wahlkampf: Mit Amir Achmed hat nun auch das Liberale Forum einen offen schwulen Kandidaten für die Nationalratswahl – und er legt sich gleich mit Alexander Van der Bellen von den Grünen an.

So ist für ihn die Behauptung der Grünen Andersrum, sie würden als einzige Partei die volle Gleichstellung von Lesben und Schwulen fordern, „plumper Etikettenschwindel“. Für das Liberale Forum sei die Forderung nach völliger rechtlicher Gleichstellung eine Selbstverständlichkeit – seit vielen Jahren und nicht nur in Wahlkampfzeiten.

Besonders verwunderlich sei die Tatsache, dass die Grünen noch im Juni einen Antrag im Wiener Gemeinerat eingebracht hätten, in dem kein Wort von Öffnung der Ehe zu lesen war. „Da wird der LesBiSchwulen Community etwas vorgegaukelt, das in der politischen Umsetzungsvorstellungen der Grünen so nicht stattfindet“, so Achmed.

Kritik übte Achmed auch an der Forderung Van der Bellens nach einer Gleichstellung von Lesben und Schwulen in den nächsten fünf Jahren: „Die Gleichstellung muss jetzt kommen, nicht erst irgendwann mal in den nächsten fünf, vielleicht zehn Jahren. Anders l(i)ebende Menschen in Österreich sind schon lange genug diskriminiert worden.“ Durch den Einzug des Liberalen Forums in das Parlament ergebe sich für die LesBiSchwule Community endlich eine reale Chance in einer Koalition der Vernunft, die Diskriminierungen zu beenden. „Diese Chance sollten wir – abseits von parteipolitischem Denken – gemeinsam nutzen“, so Amir Achmed abschließend.