Sarah Palins Kirche will Schwule heilen

Sarah Palin, die republikanische Kandidatin für das Amt des US-Vizepräsidenten, gerät immer stärker unter Druck wegen ihrer Verbindungen zur „Ex-Gay“-Bewegung. Diese christlich-fundamentalistische Bewegung ist der Ansicht, dass man Homosexualität durch Gebete „heilen“ kann.

Die Wasilla Bible Church, der Palin angehört, unterstützt einen Kongress der „Ex-Gay“-Bewegung. Dieser Kongress, von der fundamentalistischen Gruppe „Focus on the Family“ organisiert, hat im Vorhinein bereits angekündigt, Schwule heilen zu wollen. „Sie werden von der angespornt von der Liebe Gottes und seines Wunsches, das Leben derer zu ändern, die von Homosexualität betroffen sind“, heißt es in einer Anzeige im Kirchenblatt der Wasilla Bible Church.

Dagegen protestieren jetzt Angehörige und Freunde von Lesben und Schwulen in Anchorage, der Hauptstadt von Alaska. Sie haben die Konferenz verurteilt und fordern von Palin, die derzeit Gouverneurin von Alaska ist, klarzustellen, dass sie „als Mutter und Amtsträgerin Versuche, unsere Familien auseinander zu reißen und unsere Kinder zu verletzen, nicht dulden wird“.

Die Leistungen der „Ex-Gay“-Bewegung werden bezweifelt. Medizinisch sind sie nicht bewiesen, Psychologen und Psychiater warnen davor, dass ein solches Programm zu Nervenzusammenbrüchen und schweren psychischen Störungen führen kann.

Aufgefallen sind die Ex-Schwulen bis jetzt auch eher dadurch, dass ihre prominentesten Vertreter in schwulen Cruising-Bars gesichtet wurden.