Freitag, 23. Februar 2024
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Heute Film über homosexuelle Moslems auf „arte“

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Homosexualität ist in vielen muslimischen Ländern ausdrücklich verboten – stets unter Berufung auf den Koran. Die Bandbreite der Strafen reicht von Auspeitschung bis hin zum Tod durch Steinigung. Welche Auswirkungen das auf das Leben der muslimischen Lesben, Schwulen und Bisexuellen hat, zeigt der Filmemacher Parvez Sharma in seiner Dokumentation "Ein Dschihad für die Liebe". Der deutsch-französische Kulturkanal "arte" zeigt den 78-minütigen Film heute um 22.25 Uhr als deutsche Erstaufführung.
Der Filmemacher Sharma ist in Indien geboren und aufgewachsen. Er ist selbst muslimischer Schwuler und begleitet in seinem Film homosexuelle Muslime aus Südafrika, Ägypten, Pakistan, Indien, Iran, Frankreich und der Türkei. Er erzählt von ihren Wünschen und Ängsten. Denn viele von ihnen habe Scham und die Verachtung, die sie erfahren, verinnerlicht, und sind daher oft unfähig, ihre Sexualität zu leben. Dabei zeigt Sharma auch, dass es für gläubige Muslime längst keine Selbstverständlichkeit ist, über Sexualität zu sprechen.
Zu seiner Motivation für den Film, an dem er mehr als fünf Jahre arbeitete, sagte Sharma: "Ich wollte dieser viel zu selten gehörten Minderheit die Möglichkeit geben, ihre Geschichte des Islams zu erzählen."
"Ein Dschihad für die Liebe" feierte auf dem Internationalen Filmfestival in Toronto im vergangenen Jahr Weltpremiere, bei der Berlinale 2008 war die Dokumentation erstmals in Europa zu sehen. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen.