Uganda: Transgender-Aktivisten festgenommen

Wie jetzt bekannt wurde, sind am 10. September zwei Transgender-Aktivisten in Uganda verhaftet worden. Wie Pride1.de berichtet, wird ihnen vorgeworfen, Personen zur Homosexualität angestiftet zu haben.

Nach Angaben von amnesty international (ai) befinden sich die beiden ohne Anklage im Gefängnis und wurden auch nicht nach 48 Stunden einem Gericht vorgeführt, wie es eigentlich vorgeschrieben ist. In Uganda ist Homosexualität verboten, Transsexualität wird nicht anerkannt. Anstiftung zur Homosexualität ist in dem Land aber keine Straftat. Deshalb werden sie von ai als politische Gefangene betrachtet, die wegen ihrer sexuellen Orientierung festgenommen wurden. Einer der beiden benötigt dringende medizinische Behandlung, weil er an Diabetes leidet.

Außerdem befürchtet amnesty, dass die Gefangenen gefoltert werden könnten. Solche Misshandlungen seien aufgrund der homophoben Einstellung der ugandischen Polizei alltäglich, heißt es. Amnesty fordert jetzt auf, gegen die Festnahme mit Briefen zu protestieren.