„Krankenkasse soll Homo-Heilung zahlen“

Der Chef der Kleinstpartei „Die Christen“, Alfons Adam, ist für eine „Rückgängigmachung der Privilegien Homosexueller“. Im Wahlspecial von ORF.at erläutert er den Usern, was er damit meint: „Homosexuelle Beziehungen wurden in vielen Bereichen der Ehe gleichgestellt. Etwa im Dienstrecht der Gemeinde- und Landesbediensteten verschiedener Bundesländer oder beim Eintrittsrecht in einen Mietvertrag“, so Adam. Die heterosexuelle Ehe verdient „besonderen Schutz, da die Familien den Fortbestand von Staat und Gesellschaft sichern und so wichtige Leistungen erbringen, während homosexuelle Beziehungen reiner Selbstzweck sind“, erklärt Adam.

Außerdem bekräftigt er, dass für ihn Homosexualität eine heilbare Krankheit ist: „Es gibt viele Homosexuelle, die mit ihrer sexuellen Orientierung unzufrieden sind und sich eine Veränderung wünschen. Es gibt keinen Beweis dafür, dass Homosexualität angeboren ist. Wäre dies nämlich so, könnte man die sexuelle Orientierung unmittelbar nach der Geburt feststellen. Ist die sexuelle Orientierung aber erworben, dann ist sie auch veränderbar. Viele Psychiater gehen davon aus, dass es sich bei Homosexualität um eine bestimmte Form von Entwicklungshemmung handelt, ohne sie aber als Krankheit zu bezeichnen. Entwicklungshemmungen können aber grundsätzlich durch eine entsprechende psychotherapeutische Behandlung gelöst werden“, erklärt Adam den ORF.at-Usern. Die Christen fordern, dass die Krankenkasse die Kosten für Homo-Heilungen – die wissenschaftlich nicht fundiert sind – übernimmt. „Und schließlich ist eine geistliche Heilung durch Gebet ebenfalls möglich“, ergänzt Adam seine Weltsicht. Dementsprechend auch die Maßnahmen, wie Die Christen gegen die Eingetragene Partnerschaft für Lesben und Schwule vorgehen wollen: „Zunächst einmal beten wir für Österreich und unsere Politiker“.

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