HOSI-Obmann Högl glaubt an baldige Homo-Ehe unter VP-Chef Pröll

Auch, wenn das Wahlergebnis manchen Lesben und Schwulen Grund zur Sorge gibt – Christian Högl, Chef der HOSI Wien, unterstützt eine neuerliche Große Koalition zwischen SPÖ und ÖVP mit dem neuen ÖVP-Chef Josef Pröll.

Högl glaubt, mit Pröll könne schnellstmöglich ein Lebenspartnerschaftsgesetz für Homosexuelle beschlossen werden. „Wenn Pröll kommt, ist das eine der ersten Sachen, die abgehakt werden können“, gibt sich Högl optimistisch.

Seit fünf Jahren ist Högl SPÖ-Mitglied. Bei dieser Wahl kandidierte er auf einem hinteren Platz, durch eine Vorzugsstimmen-Kampagne wollte er auf sich und die Anliegen der Schwulen und Lesben in der SPÖ aufmerksam machen. „Wenn es das Ziel war, der Parade-Schwule der SPÖ zu werden, ist das Ziel erreicht“, so Högl. Mit 154 Vorzugsstimmen überholte er auch die Kandidaten der parteiinternen Initiative „Sozialismus und Homosexualität“ (SoHo). Wie diese ihre neue Konkurrenz innerhalb der Partei sieht, ist noch nicht bekannt.

Dass die HOSI Wien, der schon seit längerem eine SPÖ-Nähe zugesprochen wird, durch die Kandidatur ihres Obmanns ihre parteipolitische Unabhängigkeit verloren hat, glaubt Högl nicht: „Das ist zwar ein Problem, dass wir vereinsintern abklären müssen“, zumal es Kritiker in der eigenen Organisation gebe. Man könne in einer Parteiendemokratie jedoch Menschen, die sich engagieren, nicht verbieten, für Parteien zu werben, so Högl. Er betonte, nie Vereinsressourcen für seinen Wahlkampf in Anspruch genommen zu haben.

Links zum Thema

  • GGG.at: Schwerpunkt Homo-Ehe