Kongreß für homosexuelle Muslime in London

Zu ihrem zehnten Geburtstag veranstaltet die islamische Homo-Gruppe Imaan von 17. bis 19. Oktober in London einen Kongress für muslimische Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle, deren Freunde und Unterstützer.

Es werden Teilnehmer aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika erwartet. Unter anderem kommen auch Vertreter der Londoner Polizei, der britischen Lesben- und Schwulengruppe Stonewall sowie verschiedener jüdischer und christlicher Organisationen zu dem dreitägigen Kongress.

Der Kongress ist für Imaan-Vorsitzenden Pav Akthar aus mehreren Gründen wichtig: „Wegen der wachsenden Islamophobie seit dem 11. September und der nach wie vor vorherrschenden Homophobie in der Gesellschaft werden schwule und lesbische Muslime doppelt isoliert und sind Opfer von Vorurteilen und Diskriminierung sowohl in der Homo-Szene als auch in der Gesellschaft“, meint Akthar.

Deshalb will er mit der Konferenz auf breiter Basis „die Fragen des Glaubens und der Sexualität diskutieren und die Rechte von homosexuellen Muslimen unterstützen“.

Das Wort „Imaan“ ist arabisch und bedeutet „Glauben“. Der Verein unterstützt unter anderem auch islamische Jugendliche bei ihrem Coming Out. Nach der amerikanischen Al-Fatiha Foundation ist Imaan mit rund 300 Mitgliedern der zweitgrößte Verein für homosexuelle Muslime. Die Namen der Mitglieder werden aber aus Sicherheitsgründen geheim gehalten.

Interessierte können sich auf der Imaan-Website anmelden, die Teilnahmegebühr liegt zwischen 10 und 20 Pfund, umgerechnet 13 bis 25 Euro.