Hetero-Feuerwehrmänner: Trauma nach Schwulenparade

In der kalifornischen Stadt San Diego verlangen vier heterosexuelle Feuerwehrmänner bis zu einer Million Dollar Schmerzensgeld, weil sie auf der Lesben- und Schwulenparade 2007 in einem Dienstwagen mitfahren mussten. Derzeit findet die Verhandlung in einem Gericht der Stadt statt.

Normalerweise ist für die Feuerwehrmänner die Teilnahme an der Parade freiwillig. Die vier Männer mussten allerdings kurzfristig einspringen. Dabei sind sie von den Paraden-Teilnehmern mit „sexuell anzüglichen Bemerkungen“ belästigt und von ihren Kollegen gehänselt worden, geben die Kläger zu Protokoll. Seitdem leiden sie an Kopfschmerzen und einem Reizdarmsyndrom.

Rechtsanwältin Maria Severson, die in dem Fall die Stadt San Diego vertritt, hat für die Männer kein Mitleid. Sie fragt, ob die Männer tatsächlich vier Millionen Dollar an Steuergeldern erhalten sollen, weil sie 90 Minuten in einer Parade mitgefahren sind. Es gab zwar „kindische Zwischenrufe“, aber „die große Mehrheit der 150.000 CSD-Besucher haben den Feuerwehrmännern applaudiert und sie wie Rockstars behandelt“, so Severson. Über die Kläger ätzt sie: „Die sind ja nicht mal in der Parade gelaufen, sondern saßen in ihrem Auto zwei Meter über dem Boden mit viel schützendem Metall um sie herum.“

Ein Urteil in dem Prozess steht noch aus.