Schweizer Freikirche verstößt Schwulen

In Biel, der zweitgrößten Stadt des Kantons Bern, hat eine christliche Freikirche einen konservativen Politiker hinausgeworfen, weil er schwul ist. Das berichtet das Bieler Tagblatt.

Der Bieler Treuhänder Beat Feurer war 30 Jahre lang Mitglied der christlichen Gemeinschaft Jahu. Als er beschloss, öffentlich zu seiner sexuellen Orientierung zu stehen, bekam er Probleme mit der Kirchenleitung. Sie machte ihm klar, dass er sich mit seinem Outing aus dem „Werterahmen“ von Jahu hinausbegeben habe. Feurer könne somit der christlichen Gemeinschaft nicht mehr angehören, erklärt Jahu-Vereinspräsident Thomas Kunz: „Sexualität gehört in die Ehe. Der Kern einer gesunden Gesellschaft ist eine gesunde Familie“, so der Kirchenführer.

Eine Argumentation, die Feurer nicht versteht: „Inwiefern homophile Menschen eine Gefahr für gesunde Familien darstellen, ist überhaupt nicht ersichtlich. Die Kirche akzeptiert längst, dass die Erde rund ist, obwohl dies in der Bibel so nicht beschrieben wird. Es ist an der Zeit, dass man auch punkto Homosexualität einmal über die Bücher geht. Menschen können sich nicht für oder gegen Heterosexualität entscheiden, aber für oder gegen Liebe und Menschlichkeit.“, fügt Feurer hinzu, der für die rechtskonservative SVP für den Bieler Stadtrat kandidiert hat.

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