Kinderporno-Verdacht gegen schwulen KPÖ-Gemeinderat

Gegen den offen schwulen Grazer KPÖ-Gemeinderat Herbert W. wird im Zusammenhang mit Kinderpornografie ermittelt. Das bestätigt nun auch die KPÖ Graz. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Laut Staatsanwaltschaft sollen bei einer Hausdurchsuchung einschlägige Bild- und Videodateien sichergestellt worden sein. Da in Österreich der Besitz von Kinderpornos strafbar ist, drohen dem Mann bis zu zwei Jahre Haft.

Bei einer Hausdurchsuchung habe man belastendes Material gefunden: „Bei dieser Hausdurchsuchung, die von der Staatsanwaltschaft angeordnet wurde, wurden Datenträger, also Computer und Festplatten, beschlagnahmt, die von einem Sachverständigen ausgewertet wurden; auf diesen wurden die kinderpornografischen Filme und Dateien sichergestellt, mit mündigen und unmündigen Minderjährigen“, so Hansjörg Bacher, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, gegenüber dem ORF.

Informationen von GGG.at zufolge ist W. schon seit mehreren Jahren in der lesbischwulen Szene der steirischen Landeshauptstadt aktiv. So ist er Mitglied von „red:out“, der homosexuellen Parteigruppe der KPÖ. Auf seinem dortigen Internetprofil schreibt er auch, den Grazer Tuntenball „seit 2001 hauptamtlich zu organisieren“ und „seit 2006 Vorstandsmitglied der Rosalila PantherInnen“, der schwul-lesbischen Arbeitsgemeinschaft in der Steiermark, zu sein. Ein aktueller Auszug aus dem Vereinsregister zeigt aber, dass er zumindest seit April 2008 – also deutlich vor Beginn der Ermittlungen gegen W.- nicht mehr im Vorstand des Vereins sitzt.

Der Strafantrag gegen den Politiker ist bereits im September eingebracht worden. Der Verdächtige steht laut Staatsanwaltschaft am 4. Dezember vor Gericht.