Lesbische Journalistin in Finnland gefeuert

Im Finnland konnte eine Frau ihren Job als Chefredakteurin einer Tageszeitung nicht antreten, weil sie lesbisch ist. Das berichtet das Portal pride1.de mit Berufung auf die Tageszeitung „taz“.

Die offen lesbisch lebende Johanna Korhonen wurde offenbar wegen ihrer sexuellen Orientierung gekündigt. Falls sie die Kündigung und den genannten Grund geheim halte, wurden ihr 100.000 Euro Schweigegeld geboten. Korhonen lehnte empört ab. Die Polizei prüft jetzt, ob gegen das Antidiskriminierungsgesetz verstoßen wurde. Korhonen selbst hat angekündigt, vor das Arbeitsgericht zu ziehen.

Der Verlag „Alma-Media“ rechtfertigt sich mit einer „Vertrauenskrise während der Einstellungsphase“. Ein Sprecher meinte, Korhonen habe nicht gesagt, dass sie mit einer Frau in einer Homo-Ehe lebt: Konkret wurde sie im Vorstellungsgespräch gefragt, ob ihr Ehemann auch bereit wäre umzuziehen. Da hatte Korhonen den Verlagschef nicht korrigiert, weil sie diesen Punkt als nicht wichtig empfand. Schließlich habe das Geschlecht ihres Partners nichts mit ihrer Arbeit zu tun, meint Korhonen.