Uganda: Härteres Vorgehen gegen Homosexualität

Die Regierung in Uganda hat angekündigt, ihre Gesetze gegen Homosexualität zu verschärfen und noch härter gegen die „Krankheit“ vorzugehen.

Ethikminister James Buturo wetterte in einer Pressekonferenz über gleichgeschlechtliche Liebe: „Wir sind besonders besorgt über das Lesbiertum und die Homosexualität, die wie Pilze aus dem Boden schießen. Vor zehn Jahren gab es dieses Phänomen noch nicht, aber die Krankheit hat alles inzwischen durchdrungen.“

Homosexualität ist in Uganda illegal. Lesben und Schwule können lebenslang ins Gefängnis kommen. Buturo erklärte nun, dieses Gesetz zu verschärfen, um die Zahl der Verurteilungen zu erhöhen.

Die 31 Millionen Einwohner Ugandas unterstützen diesen harten Kurs: Bei einer Umfrage vor einem Jahr befürworten 95 Prozent der Einwohner das Verbot von Homosexualität. Immer wieder wird von christlichen und islamischen Gruppen dementsprechende Propaganda gemacht. Auch die Politiker des ostafrikanischen Landes beziehen immer wieder Position gegen Lesben und Schwule. Präsident Yoweri Museveni bezeichnete erst vor wenigen Wochen Homosexualität als „negative ausländische Kultur“.