Heinz Fischer: Unterstützer von Homo-Rechten wird 70

Bundespräsident Heinz Fischer feiert heute seinen 70. Geburtstag. Unter den Gratulanten ist auch Peter Traschkowitsch, Bundesvorsitzender der Initiative „Sozialdemokratie und Homosexualität“ (SoHo). Er dankt Fischer für seine jahrelange aktive Unterstützung der Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen und Transgender-Personen gedankt.

„Heinz Fischer hat seit seiner Wahl zum Bundespräsident das Amt offen, bürgernah und seinen persönlichen Ansichten treu bleibend geführt. Dafür schätzen und achten ihn nicht nur Politiker aller Parteien sondern die gesamte Bevölkerung“, so Traschkowitsch.

Heinz Fischer hat sich während seiner politischen Karriere immer wieder für die Anliegen von Lesben, Schwulen und Transgender-Personen eingesetzt. So empfing er 1995 als erster österreichischer Nationalratspräsident Vertreter österreichischer Homosexuellenorganisationen im Parlament. In seinem Buch „Reflexionen“ schreibt er: „Die Tatsache, (…) dass Österreich auf diesem Gebiet (Anm. gleichgeschlechtliche Liebe) eine wirklich diskriminierende Gesetzgebung hat – und zwar die rückständigste in Europa – ist eine Schande.“ Er setzte sich auch öffentlich für die Aufhebung des Paragraphen 209 ein und war gegen „neue diskriminierende Schutzbestimmungen“.

Während seines Präsidentschaftswahlkampfes 2004 warb er offen um die Stimmen von Lesben und Schwulen und forderte wiederholt eine Eingetragene Partnerschaft für homosexuelle Paare. Als Bundespräsident setzte sich Heinz Fischer für die Löschung der ausschließlich oder vorwiegend auf Grund der vormaligen Strafgesetze gegen Homosexuelle erfolgten Verurteilungen aus dem Strafregister im Gnadenweg ein.