Homo-Toleranzpreis an Philipp Lahm verliehen

In Deutschland ist der heurige Tolerantia-Preis an den Fußball-Nationalspieler Philipp Lahm, DFB-Präsident Theo Zwanziger und die Homosport-Repräsentantin Tanja Walther verliehen worden.

Sie werden für ihren Einsatz gegen Homophobie geehrt. Der Preis wurde vor dem öffentlichen Training der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vor mehr als 20.000 Zuschauern in der Düsseldorfer LTU-Arena verliehen.

Engangement gegen Homophobie ist für Lahm selbstverständlich: „In der Begründung für den Preis heißt es: Ich wurde ausgezeichnet ‚aufgrund des besonderen und herausragenden Einsatzes gegen Intoleranz und Homophobie im Breitensport und insbesondere im Fußball.’ Eigentlich habe ich nur das gemacht, was ich sonst auch versuche zu tun. Ich habe in Interviews meinen Standpunkt vertreten und als ich zum Thema Homophobie im Fußball befragt wurde, habe ich auch hier meine Meinung geäußert“.

Lahm steht der lesbischwulen Community – anders als einige seiner Kollegen – sehr offen gegenüber. So war er der erste deutsche Profifußballer, der mit seinem Interview in der Dezember-Ausgabe des schwulen Magazins „Front“ mit einem Szenemedium über das Thema Homosexualität diskutierte.

Der Tolerantia-Preis ist ein länderübergreifendes Projekt der Initiativgruppe Schwules Weimarer Dreieck. Er wird seit 2006 an Persönlichkeiten aus Deutschland, Frankreich und Polen vergeben, die sich gegen Homophobie und für Toleranz eingesetzt haben.