Lesben und Schwule im Baltikum feiern gemeinsam

Lesben und Schwule aus Estland, Lettland und Litauen wollen am 17. und 18. Mai 2009 gemeinsam im lettischen Riga die „Friendship Days“, eine gemeinsame Lesben- und Schwulenparade für die drei Länder des Baltikums, feiern. Geplant ist, die „Friendship Days“ jedes Jahr in einem anderen der drei baltischen Staaten abzuhalten.

Die Rechte von Homosexuellen in diesen drei Ländern sind sehr beschränkt, Kirche, Politik und Bevölkerung wettern oft gegen Lesben und Schwule. So meinte der Kardinal von Riga, Janis Pujats, zur heurigen Parade, die im Juni in der lettischen Hauptstadt stattfand, dass Homosexualität gegen die Natur sei, deshalb auch gegen die Gesetze Gottes, und dass Lesben und Schwule unrechtmäßig Minderheitenrechte einfordern.

Trotz Gewaltandrohungen ging die heurige Parade friedlich vor sich, die Polizei verhaftete vier von rund 400 Gegendemonstanten. Die Parade selbst hatte nur 300 Teilnehmer – darunter Politiker und Menschenrechtsaktivisten aus Großbritannien und Schweden. Nach dem Ende der Veranstaltung wurden die Teilnehmer in Bussen weggebracht. Im Jahr 2006 wurden die Teilnehmer mit Eiern und Exkrementbeuteln beworfen.