SAP bekommt Preis für Förderung homosexueller Mitarbeiter

Der Völkinger Kreis, der Berufsverband schwuler Führungskräfte in Deutschland, verleiht seinen Max-Spohr-Preis 2008 an die Softwarefirma SAP für deren „beispielhafte Umsetzung des Diversity-Gedankens im Managementkonzept“, wie es in der Pressemitteilung heißt. Durch ausgesuchte Programme fördere SAP „die Vielfalt seiner Mitarbeiter hinsichtlich sexueller Orientierung und Identität“.

Mit dem Max-Spohr-Preis zeichnet der Völklinger Kreis alle zwei Jahre Unternehmen aus, die Vielfalt durch Diversity-Management fördern. Ehemalige Preisträger sind Ford, die Deutsche Bank, die Deutsche Bahn und die Volkswagen Financial Services. Namensgeber Max Spohr (1850-1905), selbst heterosexuell, hat in Deutschland als erster wissenschaftliche Literatur zum Thema Homosexualität herausgegeben.

Albert Kehrer, Vorstand des Völklinger Kreis lobt den Preisträger: „Die SAP zeigt mit ihrem nachhaltigen Engagement nach innen und außen, wie Diversity erfolgreich zum Vorteil von Unternehmen und Mitarbeitern gelebt werden kann. Eine solche Unternehmenskultur ist in Deutschland noch immer die Ausnahme. Die schwulen Führungskräfte wollen mit der Verleihung des Max-Spohr-Preises ein Signal senden und rufen deutsche Unternehmen auf, dem herausragenden Beispiel von SAP zu folgen.“

Und auch bei SAP ist man stolz auf die Auszeichnung: „Die Verleihung des Max-Spohr-Preises an die SAP ist eine großartige Anerkennung des Engagements unserer Mitarbeiter, Toleranz für sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität im Berufsalltag zu schaffen. Die Vielfalt an Kulturen, Religionen, Lebensweisen bereichert uns mit jeder einzelnen Facette.“, so Natalie Lotzmann, Leiterin Health & Diversity.