Prozess gegen Aids-Vergewaltiger in den Niederlanden

In Groningen hat einer der aufsehenerregensten Prozesse der niederländischen Kriminalgeschichte begonnen: Drei HIV-positive Männer werden angeklagt, mindestens 14 schwule Männer während privaten Sexpartys zuerst mit der Vergewaltigungsdroge Liquid Ecstasy betäubt und dann ohne Kondom vergewaltigt zu haben und ihnen anschließend noch ihr Blut injiziert zu haben. Von den 14 Männern, die sich bei der Polizei gemeldet haben, sind 12 HIV-positiv.

Der Angestellte einer Schwulenbar erzählt niederländischen Medien, wie die Täter eines ihrer Opfer geködert haben: „Er sagte mir, er interessiert sich für private Sexpartys. Dann ist er dorthin gegangen, wurde plötzlich müde und dann injizierte jemand ihn mit irgendwas. Als nächstes kann er sich daran erinnern, dass er in seinem Wagen aufgewacht ist, den er in der Umgebung geparkt hatte“. Im Krankenhaus fanden die Ärzte heraus, dass er mit Fremdblut in sich habe. Er ist jetzt HIV-positiv.

Die Männer im Alter von 39, 48 und 49 Jahren müssen sich nun wegen schwerer Körperverletzung, Vergewaltigung und Besitzes illegaler Drogen vor dem Gericht verantworten. Ihnen drohen bis zu 21 Jahren Haft.