Berger zuversichtlich bei Homo-Partnerschaft

Ab sofort ist Wien das Zentrum der europäischen Lesben- und Schwulenbewegung. Justizministerin Maria Berger hat heute vormittag die 12. Jahrestagung des Lesben- und Schwulenverbands ILGA-Europe (International Lesbian ans Gay Association) in Wien eröffnet.

In ihrer Rede sagte Berger, die Gesellschaft verändere sich stetig. Deshalb braucht die Gesetzgebung von Zeit zu Zeit einen „gesellschaftlichen Realitäts-Check“. Dabei lobte Berger die Anstrengungen der ILGA-Europe für gleiche Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender-Personen.

Berger thematisierte in ihrer Eröffnungsrede auch die Debatte um die Eingetragene Partnerschaft in Österreich. Die letzte Regierung war mit diesem Projekt gescheitert: Der Gesetzesentwurf wurde von den meisten Lesben- und Schwulenorganisationen als unzureichend abgelehnt, vor einem Beschluss brach die Koalition auseinander.

Für die Zukunft zeigte sich Berger jedoch optimistisch. Sie betonte, dass Meinungsumfragen zeigen würden, dass „die Mehrheit der Österreicher einen rechtlichen Rahmen für schwule und lesbische Paare befürwortet“, betonte die Ministerin.

Die Jahrestagung von ILGA-Europe in Wien dauert bis zum 2. November. Anschließend findet in Wien von 3. bis 6. November die Weltkonferenz der ILGA statt.