Freiheitliche poltern wieder gegen Homo-Ehe

Die Ausstellung „Different families – same love“, die derzeit als Rahmenprogramm zu den in Wien stattfindenden Lesben- und Schwulenkonferenzen im Arkadenhof des Wiener Rathauses gezeigt wird, gibt der politischen Rechten wieder einen Anlass, gegen Homosexuelle zu hetzen.

„Es gibt Homosexualität, aber es ist nicht notwendig diese pausenlos so darzustellen, als ob heterosexuelle Menschen den ‚falschen Weg‘ eingeschlagen haben“, empört sich der Klubobmann der FPÖ-Wien, Eduard Schock.

An der rechtlich unzureichenden Lage in Österreich gibt Schock den Lesben und Schwulen selbst die Schuld: „Die Umsetzung von durchaus verständlichen Forderungen, wie etwa Auskunftsrechte im Krankenhaus wird von Homosexuellen-Organisationen ja oft selbst verhindert, da sich diese auf Maximalforderungen versteifen“, so Schock weiter.

Diese „Maximalforderung“ ist für ihn die – in fast allen Ländern Westeuropas übliche – Eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare. „Egal wie es letztendlich heißen soll, ob Partnerschaft oder Homo-Ehe, der Zug fährt eindeutig in Richtung gemeinsame Fremdkindadoption, als gleichgeschlechtliche Ersatzeltern“, so Schock.

Diskriminierend ist das Fehlen einer solchen Eingetragenen Partnerschaft für ihn nicht, „da nur Gleiches mit Gleichem und Ungleiches mit Ungleichem verglichen werden kann. Mit der Ehe wird ja nicht die Liebe an sich sondern der Schutz der Kinder und die Aussicht auf Nachkommen gefördert“, erklärt Schock die freiheitliche Sicht.