Drei Lesben und Schwule schaffen Sitz im Repräsentantenhaus

Drei der vier schwulen und lesbischen Kandidaten für das Repräsentantenhaus haben das Rennen gemacht.

In Massachusetts hat Barney Frank seinen Sitz ganz klar verteidigt: Mit 68% vertrauen ihm mehr als zwei Drittel der Wähler auch für die nächsten vier Jahre. Frank ist seit 1981 ununterbrochen im amerikanischen Kongress und derzeit Vorsitzender des Finanzausschusses.

Ähnlich hoch auch der Vorsprung von Tammy Baldwin in Wisconsin. Sie konnte sogar 69% der Stimmen für sich vereinigen und damit auch ihren Sitz im Repräsentantenhaus verteidigen. Sie wurde 1998 als erste offen lesbische Abgeordnete ins Parlament gewählt und konnte ihren Sitz seitdem vier Mal verteidigen.

Ebenfalls einen haushohen Vorsprung konnte Jared Polis für sich verbuchen: Aktuellen CNN-Prognosen zufolge liegt er mit 60% der Stimmen deutlich vor dem republikanischen Kandidaten Scott Starin.

Der 33-jährige Polis hat mit dem Betrieb von Online-Shopping-Seiten ein Millionenvermögen gemacht, bevor er sich entschloss, in die Politik zu gehen. Er ist der erste Mann, der als offen schwuler Kandidat ins Repräsentantenhaus gewählt wird: Frank outete sich erst sechs Jahre, nachdem er zum ersten Mal gewählt wurde.

Keine Chance auf einen Sitz in Washington hatte Linda Ketner. Die Newcomerin aus South Carolina kam zwar recht knapp an den Amtsinhaber Henry Brown heran, zum Schluss reichten 47% der Stimmen aber doch nicht zum Sieg.