Endgültiges Aus für Homo-Ehe in Kalifornien

In Kalifornien ist es fix: Lesben und Schwule können nicht mehr heiraten.

52% der Bevölkerung hat sich für einen Verfassungszusatz ausgesprochen, der die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert. Besonders im Landesinneren, unter Schwarzen und niedrig gebildeten haben die Wähler gegen die Homo-Ehe gestimmt. Der große Anteil an schwarzen Erstwählern, die wegen Barack Obama zur Wahl gegangen sind und als konservative Christen gegen für den Verfassungszusatz gestimmt haben, dürfte den endgültigen Ausschlag gegeben haben: Von ihnen haben nur 30% für die Homo-Ehe gestimmt, während es bei Weißen und Asiaten mehr als die Hälfte und bei Latinos 49 Prozent waren.

Auch die Religion spielte eine entscheidene Rolle: Während knapp zwei Drittel der Protestanten und Katholiken gegen die Ehe stimmten, wollten neun von zehn nicht religiösen Kaliforniern gleiche Rechte in der Ehe-Frage. Leider machte diese Wählergruppe nur 16 Prozent aller Urnengänger aus.

Jeff Flint, Chefstratege der Gegner der Homo-Ehe, ist zufrieden. „Ich glaube, wir haben den Wählern klargemacht, dass es weitreichendere Auswirkungen auf die Gesellschaft und besonders die Kinder hat, wenn man einen so grundsätzlichen Wechsel ins Herzen der Gesellschaft vollzieht – und das ist die Ehe.“ In den letzten Wochen haben die Gegner der Homo-Ehe vor allem damit argumentiert, dass Volksschulkinder im Unterricht mit schwulen und lesbischen Paaren konfrontiert werden würden.