Capleton: Konzert-Absage hat „rassistische Gründe“

Nach der Absage seines Konzerts im Schweizerischen Basel fühlt sich der Dancehall-Sänger Capleton „missverstanden“ und als „Opfer einer rassistischen Kampagne“. Nachdem sich der Jamaikaner wieder gegen Homosexualität geäußert hat, hat sich der Veranstalter kurzfristig entschlossen, das Konzert nicht stattfinden zu lassen.

Capleton selbst erklärt in einem Interview mit der „Basler Zeitung“, dass Texte wie „Burn Out Di Chi Chi“ nicht als Aufruf zur Verbrennung von Schwulen, sondern als Reinigung der eigenen Seele vor korrumpierenden Einflüssen zu verstehen seien. „Es gibt keinen Hass in meinen Texten, nur Liebe!“, erklärt der Sänger in dem Interview. „Jede Form von Negativität und Gewalt lehne ich ab“, sagt er weiter.

Im Anschluss an das Interview diskutiert der Sprecher der Homosexuellen Arbeitsgruppe Basel (habs), Axel Schubert, noch mit Capletons Managerin Claudette Kemp. Diese lässt sich überzeugen, dass Homosexualität eine angeborene Neigung ist und kein „ausschweifender Lebensstil“. Abschliessend lässt Capleton über Kemp zu Protokoll geben, dass er Pädophilie und männliche Prostitution für eine Sünde hält. Man hält fest, dass alle Menschen ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung die gleichen Rechte haben müssten.

Sein Konzert im Rahmen des Wintersplash am 7. November in der Wiener Gasometer-Halle fand ohne Zwischenfälle statt.