Erste Homo-Ehepaare in Connecticut

In Connecticut haben die ersten schwulen und lesbischen Paare geheiratet. Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichts sind Homo-Ehen in dem amerikanischen Bundesstaat seit gestern rechtlich möglich. Bereits vorher gab es in Connecticut für homosexuelle Paare die Möglichkeit, eine Eingetragene Partnerschaft einzugehen.

„Connecticut sendet heute Lesben und Schwulen im ganzen Land, die einfach von ihrer Regierung als gleichberechtigte Bürger behandelt werden wollen, eine Botschaft der Hoffnung und Inspiration“, sagte der Anwalt Bennett Klein, der die Klage für die Homo-Ehe eingebracht hatte.

Die erste Heiratsgenehmigung holten sich Robin und Barbara Levine-Ritterman, die auch gegen das Verbot der Homo-Ehe geklagt haben. Rund 100 Menschen applaudierten den beiden, als Barbara die Genehmigung stolz vorzeigte. „Es ist heute aufregend. Wir stellen uns für das Formular alle in der gleichen Schlange an. Liebe ist Liebe, und der Staat erkennt das an“, sagt sie entzückt dem Portal gay.com.

Die Standesbeamten rechnen mit einem kleinen gleichgeschlechtlichen Hochzeitsboom: Mehr als 2000 Paare sind zwischen Oktober 2005 und Juli 2008 eine Eingetragene Partnerschaft in Connecticut eingegangen. Die entsprechenden Formulare sind auf jeden Fall schon geändert. Statt „Bräutigam“ in der einen Spalte und „Braut“ in der anderen steht jetzt in beiden Spalten „Braut/Bräutigam/Partner“.

Nach dem negativen Referendum in Kalifornien sind schwule und lesbische Ehen damit in Connecticut und Massachusetts legal.