Plattenvertrieb zieht Trick-Trick-CD zurück

Die Kölner Firma GoodToGo hat nach einer Strafanzeige durch den Deutschen Lesben- und Schwulenverband (LSVD) die CD von Trick Trick aus dem Programm genommen. Das berichtet das schwule Infoportal queer.de.

GoodToGo erklärte dem LSVD in einem Schreiben: „Durch die Strafanzeige haben wir erstmals von dem Inhalt des Tonträgers ‚The Villain‘ von Trick Trick Kenntnis erlangt und sind ebenso bestürzt wie Sie. Wir bedauern, den Tonträger in unser Angebot aufgenommen zu haben und versichern, dass dies bei Kenntnis seines Inhalts nicht geschehen wäre.“ 
Letzte Woche hat nach Informationen von queer.de der LSVD Strafanzeige gegen die Firma, bei der die neue CD des Rappers erscheint, erstattet. Außerdem wurden Online-Händler wie Amazon angezeigt, weil sie die am 12. Dezember erscheinende CD vertreiben. In der Anzeige heißt es: „Das betreffende Album enthält unerträgliche schwulen- und lesbenfeindliche Äußerungen sowie konkrete Aufrufe zu Gewalttaten gegen Homosexuelle“. Diese Strafanzeige hat der LSVD im Gegenzug zurückgezogen.

Trick-Trick ruft in seinen Texten zum Beispiel offen dazu auf, die offen lesbisch lebenden US-Moderatorinnen Ellen DeGeneres und Rosie O’Donnell in die Luft zu sprengen. In einem Interview zum Erscheinen der CD hat er noch einmal bestätigt, keine Lesben und Schwule als Käufer seiner CD haben zu wollen.