Transen, Fetischisten und SM-Fans in Schweden offiziell normal

Gute Nachrichten gibt es für alle schwedischen Transvestiten, Fetischisten und Sadomasochisten: Sie gelten ab dem 1. Jänner auch offiziell nicht mehr krank. Die Sozialbehörde streicht diese drei Punkte aus der Liste der möglichen Krankheitsdiagnosen. Das berichtet die Stockholmer Zeitung „Dagens Nyheter“.

Homosexualität wurde in Schweden bereits im Jahr 1979 aus der Liste der möglichen Krankheitsdiagnosen gestrichen.

Behördenchef Lars-Erik Holm erklärt der Zeitung: „Diese Art von Krankheitsdiagnosen stammen aus einer Zeit, in der alles andere als die Missionarsstellung als sexuelle Perversion eingestuft wurde.“ Er hoffe, dass die betroffenen Menschen nun nicht mehr das Gefühl haben müssen, dass die Gesellschaft sie als krank betrachte.

Der schwedische Transvestit Sara Lund, der als Claes Schmidt geboren wurde, freut sich: „Das sind gute Nachrichten. Dafür haben wir lange gekämpft.“

Schwedische Ärzte können aber weiterhin Transsexualität, Exhibitionismus, Voyeurismus und Pädophilie als Krankheit diagnostizieren.