Deutscher Staatsschutz ermittelt gegen Hass-Sänger

Der Deutsche Lesben- und Schwulenverband (LSVD) hat den Staatsschutz Wuppertal wegen eines Konzert des jamaikanischen Hass-Sängers Capleton eingeschaltet. Er soll am 2. Dezember in der Kleinstadt auftreten.

Der LSVD bezieht sich in seiner Anzeige auf Lieder wie „Bun Out Di Chi Chi“, „Give Har“ oder „Hang Dem Up“. „Uns scheint bei den oben genannten Titeln und Mordaufrufen der Tatbestand der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten gemäß Paragraf 111 Strafgesetzbuch und der Tatbestand der Volksverhetzung gemäß Paragraf 130 Strafgesetzbuch gegeben zu sein, sofern die besagten Songs zur Aufführung gebracht werden sollten. Strafbar machen sich in diesem Fall auch die Veranstalter“, erklärt LSVD-Geschäftsführer Klaus Jetz.

Capleton hatte im Mai 2007 den „Reggae Compassionate Act“ unterschrieben, in dem er sich verpflichtet hat, auf diese Lieder zu verzichten. Nachdem er aber in Jamaika nachweislich bei mindestens einem Auftritt in Songs zur Ermordung von Schwulen aufgerufen hat, wurde ein Konzert in Basel abgesagt. In Wien konnte Capleton ohne Störungen oder Proteste beim Wintersplash in der Bank-Austria-Halle im Gasometer auftreten.

Capleton selbst betonte in Basel, missverstanden zu werden und nannte die Absage „rassistisch“.