Neue Aids-Welle unter schwulen Männern in Berlin

Die Berliner Schwulenszene macht den Aids-Spezialisten der Deutschen Bundeshauptstadt Sorgen. Wie der „Berliner Kurier“ berichtet, vernachlässigen sie die Vorsorge gegen die Ansteckung mit dem HI-Virus.

Betroffen sind etwa 100.000 schwule Berliner im Alter von 18 bis 65 Jahren. Die Berliner Aids-Hilfe bemerkt, dass sie öfter Sex haben und dabei auch öfter den Partner wechseln. Statt aufs Kondom verlassen sie sich dabei aber immer öfter auf ihr Gefühl: „Sie suchen sich ihren Sexualpartner danach aus, ob er gesund aussieht“, erklärt Kai-Uwe Merkenich von der Berliner Aids-Hilfe der Zeitung.

Dabei vergessen viele, dass man HIV nicht sieht, sondern bestenfalls die Nebenwirkungen der Therapie. Auch ein HIV-Test gibt keine Sicherheit, weil es bis zu zwölf Wochen dauert, ehe die Infektion nachweisbar ist.

Statistisch stecken sich in Berlin jeden Tag zwei Menschen mit dem tödlichen Virus an. Knapp 10 000 Berliner haben das Virus in sich oder sind bereits an Aids erkrankt.