Homo-Ehe in Kalifornien wieder vor Gericht

Der Oberste Gerichtshof in Kalifornien beschäftigt sich wieder mit der umstrittenen Homo-Ehe.

Nachdem die Wähler des amerikanischen Bundesstaates bei einem Referendum am 4. November knapp für deren verfassungsrechtliches Verbot gestimmt hatten, brachten Befürworter der Homo-Ehe im ganzen Land Klagen ein. Unter ihnen waren auch mehrere Paare, Homosexuellenverbände, die Bürgerrechtsbewegung ACLU und Stadtverwaltungen, darunter auch die von San Francisco und Los Angeles. Der Verfassungszusatz würde die Grundrechte von Lesben und Schwulen verletzen, argumentieren die Kläger. Deshalb könne eine so tiefgreifende Verfassungsänderung nur durch eine Zweidrittelmehrheit erfolgen.

Erst im Mai hatten die Richter ein Eheverbot für gleichgeschlechtliche Paare für verfassungswidrig erklärt. Daraufhin sind in Kalifornien 18.000 Homo-Ehen geschlossen worden. Das Gericht will auch über die Rechtmäßigkeit dieser Ehen beraten.