US-Partneragentur vermittelt jetzt auch Lesben und Schwule

Die beliebte amerikanische Internet-Partneragentur eHarmony vermittelt zukünftig auch Lesben und Schwule. Allerdings nicht ganz freiwillig: Der offen schwule Eric McKinley hat eHarmony vor drei Jahren verklagt, weil die Agentur nur Heterosexuelle zusammenbrachte.

Jetzt haben sich McKinley und eHarmony außergerichtlich geeinigt: McKinley bekommt 5.000 Dollar und eine einjährige Gratismitgliedschaft. Außerdem übernimmt die Agentur die Gerichtskosten in der Höhe von 50.000 Dollar und verpflichtet sich, Schwulen und Lesben spätestens ab dem 31. März 2009 dieselben Dienste anzubieten wie Heterosexuellen. Eigenen Angaben zufolge fürchtete eHarmony, dass das Verfahren wegen Diskriminierung völlig unkalkulierbar werden könnte.

In einer Stellungnahme erklärte das Unternehmen, es betreibe keine „Diskriminierung auf der Basis der sexuellen Neigung“. Die Partneragentur wurde 2000 von dem Psychologen Neil Clark Warren gegründet und rühmt sich damit, pro Tag mehr als 200 Paare zusammenzuführen, die am Ende heiraten.