Burundi verbietet Todesstrafe – und Homosexualität

Eigentlich ist es eine gute Nachricht: In einer historischen Entscheidung hat die Nationalversammlung von Burundi für die Abschaffung der Todesstrafe gestimmt. 90 Abgeordnete stimmten für die Abschaffung und zehn Abgeordnete enthielten sich der Stimme. Gegenstimmen gab es keine.

Mit der Abschaffung der Todesstrafe wurde auch das neue, 620 Artikel umfassende neue Strafrecht, eingeführt. Es verbessert lokalen Politikern zufolge auch den Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt, vor allem vor sexueller Gewalt“. Außerdem wird Folter durch das neue Gesetz erstmals in Burundi strafbar.

Ein großer Wermutstropfen des neuen Strafrechts von Burundi: Ab sofort ist in dem afrikanischen Staat Homosexualität verboten. „Leider ist dieses Strafrecht auch ein Rückschritt, denn es macht aus der Homosexualität eine kriminelle Handlung, während sie bisher geduldet wurde“, sagte die Abgeordnete Catherine Mabobori, die sich der Stimme enthalten hatte.