Forscher testen Pille gegen Aids

In Amerika arbeiten Forscher rund um Marcus Conant an einer Pille, die vor Aids schützen soll. Aufgrund ihrer Nebenwirkungen ist sie allerdings nur für Risikogruppen geeignet.

Die Pille soll es dem Virus unmöglich machen, sich in den Körperzellen festzusetzen und sich von dort aus zu vermehren. Ohne die schützende Zelle ist das Virus angreifbar, und das Immunsystem des Körpers kann es attackieren.

Allerdings muss die Pille jeden Tag eingenommen werden – und ihre Nebenwirkungen können lebensgefährlich sein: So stört sie den Fettstoffwechsel, erhöht die Blutfettwerte und verstärkt das Herzinfarktrisiko. Ärzte warnen sogar, durch die Pille könnten die Nieren und die Leber versagen.

Derzeit werden die Pillen in einer groß angelegten Studie an hochgefährdeten Patienten getestet: schwulen Männern und Prostituierten, die ungeschützten Sex haben, sowie Drogensüchtigen. Erste Ergebnisse der Studie sollen Mitte nächsten Jahres vorliegen.