Lesbische Soldatin bekommt Rekord-Entschädigung

In Großbritannien hat eine lesbische Soldatin von einem Gericht die Rekordsumme von 187.000 Pfund, das sind mehr als 220.000 Euro, zugesprochen bekommen, weil sie von ihrem Vorgesetzten gemobbt wurde, nachdem er von ihrer Homosexualität erfahren hat.

Nach zehn Jahren beim Militär musste Kerry F. ihren Dienst quittieren, nachdem die Schikanen ihres Vorgesetzten immer schlimmer wurden. Das Gericht sah es als Erwiesen an, dass er sie gemobbt, sexistisch diskriminiert und schließlich sogar sexuell belästigt hat. Besonders schlimm: F. bekam keine Rückendeckung von anderen Vorgesetzten.

Ihr Ex-Chef zeigte vor Gericht Reue und entschuldigte sich bei der Soldatin. Trotzdem muss das britische Verteidigungsministerium die Rekord-Entschädigung zahlen, um die Ex-Soldatin für ihre seelischen Qualen und ihren Verdienstausfall zu entschädigen.