Welt-Aids-Tag: „Diskriminierung beenden!“

Heute ist Welt-Aids-Tag. In diesem Zusammenhang haben die Aids-Hilfen ein Ende der sozialen und gesellschaftlichen Diskriminierung der Betroffenen gefordert. Seit 1983, als die Krankheit in Österreich zum ersten Mal diagnostiziert wurde, sind 2.658 Menschen an Aids erkrankt, davon 1.479 gestorben.

„Vor 20 Jahren ging es um das Überleben. Heute geht’s ums Leben mit HIV und Aids“, sagt Dennis Beck, Obmann der Wiener Aids-Hilfe. Seit 1996 haben sich die Therapien stark verbessert. Dadurch ist der Ausbruch der Krankheit massiv zurückgegangen. Aids entwickelt sich langfristig zu einer nicht heilbaren, aber gut kontrollierbaren chronischen Krankheit, erklärt Beck.

Er fordert, dass Betroffene aus der Registrierung als Aids-Kranke herausgenommen werden können, wenn es ihnen gesundheitlich besser geht.

Beck betonte, dass es Diskriminierung auch im Gesetz gibt. Als Beispiel nannte er das Ehegesetz. Auch bei Versicherungen und im Berufsleben werden die zwischen 12.000 und 15.000 HIV-Positiven in Österreich häufig benachteiligt.

In die gleiche Kerbe schlägt auch die Wiener Antidiskriminierungs-Stäadträtin Sandra Frauenberger: „Es gibt keinen Kampf gegen AIDS ohne einen Kampf gegen die Diskriminierung der Betroffenen. Die gesellschaftliche Integration von AIDS-Kranken ist daher oberstes Gebot“, so Frauenberger.

Beck betonte, dass ein bundesweites Antidiskriminierungsgesetz nötig ist, um HIV-Infizierte vor Benachteiligungen am Arbeitsplatz zu schützen.