SoHo: „Lesben und Schwule mit Behinderung haben Recht auf Sexualität“

Dass in der Schweiz mit Ricco Müller ein Gehörloser zum Mr. Gay gewählt wurde, gibt auch in Österreich schwulen und lesbischen Menschen mit Behinderung Hoffnung.

Denn ihnen traut die Öffentlichkeit Lust und Liebe oft nicht zu: „Menschen mit einer Behinderung werden innerhalb der hetero- und homosexuellen Gesellschaft oft als sexuell neutral gesehen und damit häufig aus dem so sensiblen Thema der Sexualität ausgeklammert. Und das muss sich ändern“, erklärt Manfred Schütz, Behindertensprecher der Initiative Sozialdemokratie und Homosexualität (SoHo), anlässlich des internationalen Tags der Behinderten.

Und Schütz ergänzt: „Wir brauchen insgesamt vielmehr Ideen, Konzepte und ein hohes Maß an Aufklärung und Bildung, denn das sind die wichtigsten Mittel, um Vorurteilen und Unkenntnis zu begegnen. Denn zweifelsohne haben behinderte Menschen auch ein selbstverständliches Recht auf Sexualität“, so der SoHo-Behindertensprecher.

Der Einsatz für Lesben und Schwule mit Behinderung ist einer der Schwerpunkte in der Arbeit der SoHo. So hat sie bereits im August mit Erika Stubenvoll, der Vorsitzenden der Behindertenkommission des Wiener Gemeinderates, Gespräche über mögliche Maßnahmen begonnen.