Rechtsanwälte: Gleichberechtigung und Standesamt für schwule und lesbische Paare

Österreichs Rechtsanwälte wollen schwulen und lesbischen Paaren mehr Rechte geben als die Regierung Homosexuellen in ihrem letzten Entwurf zugestanden hat.

Bei einer Pressekonferenz begrüßt der Präsident der Rechtsanwaltskammer, Gerhard Benn-Ibler, dass im Regierungsprogramm eine Eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare vorgesehen ist. Dabei setzt er sich für die völlige Gleichstellung homosexueller Beziehungen ein, mit Ausnahme des Adoptionsrechtes. Die Rechtsanwaltskammer möchte also auch gleiche Rechte für Lesben und Schwule bei Unterhalt oder im Erb- und Sozialrecht.

Klar ist für Benn-Ibler, dass die Partnerschaft am Standesamt geschlossen werden soll: „Wir haben das Standesamt und es gibt keinen vernünftigen Grund, warum wir deshalb, weil das eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft ist, etwas anderes suchen sollten.“

Das Bezirksgericht, das ÖVP-Politiker immer wieder als Alternative nennen, kommt für die Rechtsanwälte nicht in Frage: Das würde ihrer Meinung nach nur zusätzlichen Verwaltungsaufwand erzeugen.